Therapie

Eine logopädische Therapie wird vom Haus- oder Facharzt verordnet. Auf der Grundlage dieser Verordnung erheben wir die logopädische Diagnostik und planen individuell die störungsspezifische und zielorientierte logopädische Behandlung.

Wir behandeln alle logopädischen Störungsbilder:


bei Kindern und Jugendlichen:

  • Mund- und Essstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Störungen der Grammatik, des Wortschatzes, des Sprachverständnisses
  • kindliche Aphasie
  • Störungen der Schriftsprache
  • Artikulationsstörungen
  • Stottern
  • Poltern
  • kindliche Stimmstörungen
  • myofunktionelle Störungen
  • auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen
bei Erwachsenen:

  • Sprachstörungen wie Sprachverlust (Aphasie), z.B. nach Erkrankungen wie Schlaganfall, Tumoren, Unfall
  • Sprechstörungen z.B. nach Erkrankungen wie Schlaganfall, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson
  • Schluckstörungen, z.B. nach neurologischen Erkrankungen oder Operationen im Kopf- / Halsbereich
  • Stimmstörungen, z.B. durch Operationen / Überlastung oder nach Kehlkopfentfernung
  • Stottern
  • Poltern

Bei medizinischer Notwendigkeit führen wir Hausbesuche durch.

Hier finden Sie Informationen zu speziellen Therapieangeboten:

Neuromotorische Kontrolle nach Brondo

Das Behandlungskonzept

Für die orofaziale Regulationstherapie (ORT) sammelten Castillo Morales und Dr. Brondo ihre Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Down Syndrom, muskulären Hypotonien, neuromuskulären Erkrankungen und Zerebralparesen.

Ab einem gewissen Zeitpunkt trennten sich die therapeutischen Wege der Begründer des ORT Konzepts. Dr. Brondo entwickelte das Konzept weiter und nennt es Neuromotorische Kontrolle (NMK). Dies umfasst die Dysfunktion und Therapie des cervico-cranio-orofaziale Systems (CCOFS) und die Neuro(re)habilitation von Patienten mit sensomotorischen Störungen.

In diesem Konzept werden komplexe Handlungen wie Saugen, Schlucken, Atmen, Kauen sowie mimische Bewegungen angebahnt und verbessert. Das Konzept wird bei Kindern und Erwachsenen mit sensomotorischen Störungen im Bereich des Gesichts, sowie des Mundes und Rachens, angewandt und ist besonders für die Behandlung von Saug-, Schluck -, Atem-, Kau- und Sprechstörungen geeignet.

Diese Behandlungsart eignet sich ebenfalls für erwachsene Patienten mit erworbener oder angeborener Facialisparese, Dysphagie, Sprechstörung bei Schlaganfall und anderen neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose u.a.

Die Behandlung dient auch der Vorbereitung der beim Essen, Trinken und Sprechen benötigten Funktionen. Durch die Stimulation bestimmter Bereiche des orofazialen Komplexes werden die sensomotorischen Bewegungsabläufe der mimischen Muskulatur sowie der Zungen-, Kau- und Schluckmuskulatur verbessert und die Atmung positiv beeinflusst.

Ziele der Behandlung

  • eine Verbesserung der aktiven Aufrichtung und Bewegung
  • einer Aktivierung und Regulierung der Funktionen wie Saugen, Schlucken und Speichelkontrolle
  • eine verbesserte Wahrnehmungsentwicklung (Sehen, Spüren, Hören)
  • eine Verbesserung des Kauens, der Mimik sowie der allgemeinen Artikulation
  • eine verbesserte Koordination der sensomotorischen Entwicklung des Kindes

Tiergestützte Therapie

Unsere Therapiebegleithündin Sunny wurde 2012 geboren. Im Januar 2017 konnten Gesine Vehof und Sunny erfolgreich die Ausbildung zum Therapiebegleithundteam nach der Steinfurter Pädagogik / Therapiebegleithundmethode (M.I.T.T.T.) abschließen.

Der Einsatz des Therapiebegleithundes erfolgt gezielt zur Unterstützung der Therapie, immer abgestimmt auf den jeweiligen Patienten und die Therapieziele. Der Einsatz kann für alle Störungsbilder und Patienten jeden Alters sinnvoll sein.

Ein Hund geht ohne Vorurteile, freudig und neugierig auf Menschen zu, er regt die Sprechfreude an und möchte den Menschen gefallen. Mit einem Hund zu arbeiten, bringt viel Freude und Motivation.

Sunny begleitet sowohl Therapien in der Praxis als auch Hausbesuche in Einrichtungen.

Die Voraussetzung für den Einsatz des Hundes ist selbstverständlich, dass der Patient damit einverstanden ist und keine Allergien bestehen.

Die Logopädische Praxis Gesine Vehof ist Mitglied im Berufsverband Therapiebegleithunde Deutschland e.V. 

 

Weitere Angebote unserer Praxis:

Lerntherapie – „Hilfe zur Selbsthilfe“

Es gibt immer mehr Kinder, die Schwierigkeiten haben, zu lernen oder sich zu konzentrieren. Dies wird meist erst in der Schule deutlich. Jedoch bestehen diese Schwierigkeiten meist auch schon vor dem Schuleintritt. Eine helfende Unterstützung ist für betroffene Kinder in jedem Alter möglich und sinnvoll. Die lerntherapeutische Arbeit bezieht sich auf Lernstörungen wie Legasthenie (LRS) und / oder Dyskalkulie sowie alle in Verbindung stehenden psychischen Störungen der Emotionen oder des Verhaltens.

Die Ursachen für die auftretenden Lernschwierigkeiten liegen nicht an mangelnder Begabung, einem Trotzverhalten oder Interesselosigkeit des Kindes. Aus diesem Grund führt ein rein verhaltensorientiertes Training oder eine autoritäte Anleitung selten zum gewünschten Erfolg. In der Lerntherapie wird das Ziel verfolgt, die Lernstörungen durch einen individuellen und ganzheitlichen Behandlungsansatz geleitet zu behandeln und die seelische Befindlichkeit des Kindes ernst zu nehmen und einzubeziehen. Zudem erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem umgebenden sozialen Umfeld (z.B. Eltern, Lehrer), welches in die Entwicklung positiver Lernerfahrungen des Kindes einbezogen wird.

Die Kosten für eine lerntherapeutische Sitzung können in der Praxis erfragt werden (Kontakt).

Weitere Informationen zur Kostenübernahme durch das Jugendamt unter:

http://www.lernfoerderung.de/lernen/kostenuebernahme-fuer-lerntherapie/

Logopädische Fachüberprüfung

Wir führen Logopädische Fachüberprüfungen zur Stimmtauglichkeit durch, die für bestimmte Ausbildungen gefordert werden.

Die Kosten können in der Praxis erfragt werden (Kontakt).

Informationsveranstaltungen

Auf Wunsch führen wir Informationsveranstaltungen, Vorträge oder Fortbildungen zu verschiedenen logopädischen Fachthemen für Eltern und Angehörige, Ärzte, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten oder Schulen durch.